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Brockenbild des Tages
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Diese Seite ist der Faszination des höchsten
Harzgipfels gewidmet. Der Brocken inspirierte nicht nur zahlreiche Dichter wie Goethe und
Heine zu poetischen Werken, sondern zieht auch heute jährlich rund zwei Millionen
Touristen und Einheimische an. Wer selbst aktuelle oder historische Fotos oder auch Bilder
der Flora, Fauna und markanter Wetterphänomene besitzt, kann sie hier zur
Veröffentlichung einreichen.
Der zu Sachsen-Anhalt gehörende Brocken ist mit 1142 Metern Höhe der höchste Berg im
Norden Deutschlands und des Harzes. Aufgrund seiner Lage in der früheren Sperrzone der
innerdeutschen Grenze war er von August 1961 bis zum Dezember 1989 unzugänglich. Seit
sich 1990 der Brocken wieder den Besuchern öffnete, hat sich das Bild des Brockengipfels
stark geändert. Die einst von einer Mauer umgebenen militärischen Einrichtungen der
Sowjetarmee, der Grenztruppen der DDR und des Ministeriums für Staatssicherheit mussten
weichen, dafür erwartet den Besucher ein aussichtsreicher Brockenrundwanderweg, vorbei an
dem höchsten Punkt mit der Brockenuhr, der Teufelskanzel mit Hexenaltar, dem
Wolkenhäuschen, der aus dem früheren Fernsehsender umgebauten Brockenherberge und dem Brockenhaus
mit Brockenmuseum
. Zudem befindet sich auf dem Gipfel eine Sendeanlage
für Radio und Fernsehen .
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Brockengespenst
Ein Brockengespenst entsteht, wenn der Schatten des Beobachters auf eine Nebelwand fällt.
Die Nebelwand kann man mit einer Kinoleinwand vergleichen, auf der das Schattenbild dann
in mehrfacher Vergrößerung projiziert wird. Nur hat Nebel im Gegensatz zur Leinwand
keine glatte Oberfläche, so dass 3D-Bilder entstehen, die sich durch Wallung des Nebels
gespenstig verändern, ohne dass der Beobachter sich bewegt.
Der Name Brockengespenst wurde durch Johann Wolfgang von Goethe geprägt und weltweit
bekannt gemacht, denn aufgrund des charakteristischen dichten Brockennebels wird der
Beobachterschatten besonders groß und eindrucksvoll auf den aus unzähligen
Wassertröpfchen bestehenden Nebel projiziert und hat schon manchen Wanderer in die Flucht
geschlagen.
Manchmal bildet sich um den "Kopf" des Brockengespenstes eine farbige,
ringförmige Leuchterscheinung, die so genannte Glorie. Diese entsteht durch Rückstreuung
und anschließende Beugung der Sonnenstrahlen an den winzigen Nebeltröpfchen. Die kleinen
runden Tröpfchen lenken die Lichtstrahlen dabei zu einem Muster konzentrischer Kreise ab.
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Geschichte
Der Brocken wurde nachweislich zum ersten Mal im Jahre 1572 durch
den Nordhäuser Arzt Johannes Thal bestiegen. 1736 ließ Graf Christian Ernst zu
Stolberg-Wernigerode auf dem Gipfel das so genannte Wolkenhäuschen und auf der
Heinrichshöhe ein Unterkunftshaus zum Schutz der Brockenreisenden erbauen. 1800 entstand
das erste Gasthaus unmittelbar auf der Brockenkuppe. Nachdem dieses am 23. Juli 1859
niederbrannte, wurde 1862 das neue Brockenhotel eingeweiht.
Die Brockenbahn wurde am 27. März 1899 eröffnet. Der Brockenbahnhof ist heute mit einer
der höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland.
1935 wurde zum ersten Mal vom Brocken eine Fernsehsendung abgestrahlt. 1936 wurde der
erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut.
Von 1945 bis zum April 1947 war der Brocken durch Truppen der USA besetzt. Danach erfolgte
im Zuge eines Gebietsaustausches (Festlegungen der Jalta-Konferenz) die Übergabe an die
Sowjetische Besatzungszone. Die Ruine des total zerstörten Brockenhotels wurde 1949
gesprengt. Von 1948 bis 1959 war eine Teilfläche des Brockens wieder für Touristen
zugänglich, allerdings nur mit Passierschein. Ab August 1961 wurde der Brocken zum
militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit für die Bevölkerung nicht mehr
zugänglich. Der Gipfel wurde militärisch stark ausgebaut und nachfolgend umfangreich
für Überwachungs- und Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei große
und leistungsfähige Abhöranlagen des sowjetischen Militärgeheimdienst GRU und der
Staatssicherheit der DDR.
Mit der deutschen Wiedervereinigung wurden ab 1990 schrittweise die Grenzsicherungsanlagen
sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Der letzte russische Soldat verließ den
Brocken am 30. März 1994.
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Brockenbahn
Nach zweijährigem Bau wurde am 27. März 1899 das letzte
Gipfelstück der Brockenbahn der insgesamt 14 km langen Strecke von Wernigerode zum
Brockengipfel freigegeben. Der Bau gestaltete sich vor allem durch die Hochmoore äußerst
schwierig. Insgesamt hob man für den Bau der Brockenbahnstrecke 90000 Kubikmeter Moor aus
und legte damit wesentliche Teile der Hochmoore trocken.
Mit dem Berliner Mauerbau vom 13. August 1961 wurde der Brocken für Touristen tabu und
die Brockenbahn wurde in der Folgezeit hauptsächlich dazu genutzt, um Baumaterial für
die Mauer und die militärischen Einrichtungen zum Gipfel hinaufzuschleppen.
Am 15.09.1991 schnaufte nach der Wiedervereinigung der erste Sonderzug unter dem Jubel
tausender Schaulustiger zum Brockenbahnhof hinauf. Nach Streckenarbeiten fährt die
Brockenbahn seit Sommer 1992 wieder fahrplanmäßig.
Der Brockenbahnhof ist heute mit 1.125 m ü. NN einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in
Deutschland.
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Brockenmuseum im Brockenhaus
Auf Initiative von Dr. Horst Scheffler, dem damaligen Leiter des
Harzmuseums in Wernigerode wurde eine ausgediente Radarkuppel provisorisch zum
Brockenmuseum umgestaltet. Ab 1.07.1991 konnte man auf Schautafeln Wissenswertes über die
Brockennatur und die alten Grenzanlagen erfahren sowie das älteste Stück Schiene der
Brockenbahn sowie Original-Abhörtechnik bestaunen.
Am 1.07.1993 zog das Brockengebäude dann in die Moschee, dem einstigen Stasigebäude um.
Die imposante Form des heutigen Gebäudes als Kombination aus holzverkleideten Quader und
halbrunder Kunststoffkugel bestimmt maßgeblich die Silhouette des Berges. Das Brockenhaus
hat inhaltlich und baulich ein neues Gesicht bekommen. Im Inneren wich das Labyrinth enger
Abhörkammern einer großzügigen Folge offener Ausstellungsräume. Auf drei Etagen wird
der Besucher über die Geschichte des Berges, die Mystik um Hexen und Teufel sowie über
die Entwicklung des Nationalparks Hochharz informiert.
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Wetterwarte Brocken
Seit 1895 gibt es auf dem Brocken eine Wetterwarte.
Aber auch vorher machten viele naturwissenschaftliche Forscher den Brocken zum Zielobjekt
ihrer Arbeiten. So nutzte auch Goethe im Dezember 1777 die meteorologischen Eindrücke,
die er auf dem Brocken gewann, für seine Farbenlehre. Damit machte er zudem
den Namen Brockengespenst weltberühmt, denn aufgrund des charakteristischen dichten
Brockennebels wird der Beobachterschatten besonders groß und eindrucksvoll auf die aus
unzähligen Wassertröpfchen bestehenden Nebelleinwand projiziert und hat schon manchen
Wanderer in die Flucht geschlagen.
Carl Wilhelm von Oesfeld, Chef der trigonomischen Abteilung des preußischen Generalstabs,
führte 1820 einen Monat lang auf dem Brocken stündliche Luftdruckmessungen durch und gab
letztlich den Anstoß zu ständigen meteorologischen Messungen auf dem Berg. Von 1836 bis
1850 beobachtete der Brockenadministrator Claus Eduard Nehse im Auftrag des Grafen von
Wernigerode und ab 1847 des Königlich Preußisch Meteorologischen Instituts täglich das
Wetter, Temperatur, Wind und übrige sich ereignende Merkwürdigkeiten. Nach
1859 konnte leider niemand mehr gefunden werden, der die Wetteraufzeichnungen fortsetzte,
deshalb setzten Dr. G. Hellmann und Dr. R. Aßmann alles daran, um den Bau eines
Bergobservatoriums durchzusetzen. Im September 1895 konnte schließlich ein zweistöckiger
Holzneubau bezogen werden. Da das Gebäude jedoch mit der Zeit wetterbedingte Mängel
aufwies und zu klein wurde, entstand 1913 nebenan ein steinerner fünfstöckiger Neubau.
Im April 1945 wurde das neue Gebäude durch Bomben erheblich in Mitleidenschaft gezogen
und der alte Gebäudeteil komplett zerstört. Für zwei Jahre besetzten anschließend die
Amerikaner die Wetterwarte, so dass die meteorologischen Beobachtungen ruhen mussten.
Bevor die Amerikaner auf Drängen der Russen abzogen, demolierten sie die
Brockenwetterwarte restlos und entnahmen das gesamte Instrumentarium. Nach
vorübergehendem Bezug einer provisorisch aufgestellten Hütte konnten die Beobachtungen
im September 1947 wieder aufgenommen werden. In den Folgejahren wurde auch die Wetterwarte
nach und nach wieder instand gesetzt.
Die Aussicht vom Gipfel des Brockens reicht bei klarer Sicht über 240 km. Die
vorherrschende Wetterlage auf dem Gipfel ist allerdings Schnee, Regen und Nebel, so dass
diese Sicht nur an wenigsten Tagen des Jahres gegeben ist. Um genau zu sein, ist der
Brocken mehr als 300 Tage im Jahr, davon etwa 130 Tage ganztägig von Wolken und Nebel
eingehüllt. Aufgrund am Harz angestauter feuchter atlantische Luftmassen regnet es etwa
230 Tage auf dem Gipfelplateau, insgesamt fallen im Jahresmittel 1610 mm Niederschlag.
Schneefrei ist der Brocken nur von Juni bis September, aber selbst im August steigen die
Temperaturen kaum über +10°C. Es kommt häufig zu abrupten und vehementen
Wetterumschwüngen, Stürme können Geschwindigkeiten bis zu 260 km/h erreichen und im
Winter in kürzester Zeit meterhohe Schneewände auftürmen.
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Brockenhotel
Vom höchst gelegenen Hotel in Norddeutschland hat man bei guter
Sicht einen einzigartigen Blick auf den ganzen Harz. Es ist das einzige Hotel im Zentrum
des Nationalparks Harz. Zimmer und Gastronomie befinden sich auf acht Stockwerken im
ältesten Fernsehturm Deutschlands. Die Brockenherberge bietet auch einfache Unterkünfte
für Wanderer und Wandergruppen.
Die Geschichte des Brockens ist eng verbunden mit den Brockenwirten. Johann Ernst
Mahrholtz war der erste Brockenwirt. Der Torfaufseher bewirtete Torfarbeiter und Reisende
in einer Schutzhütte auf der Heinrichshöhe, die damals als Brockenhaus galt.
Das erste Gasthaus auf dem Brocken selbst wurde von Friedrich Christian Gerlach geführt.
Er registrierte an manchen Tagen im Jahr 1825 schon einhundert und mehr Übernachtungen.
Am 17. April 1945 wurde bei einem Bombenangriff das alte Brockenhotel vollkommen
zerstört.
Heute bewirten im umgebauten Gebäude des ehemaligen Fernsehsenders Hans und Daniel
Steinhoff mit einem großen Team von Mitarbeitern die Touristen und Wanderer auf dem
höchsten Harzgipfel. Die beiden Brockenwirte betreiben das Brockenhotel, das Cafe
Hexenklause, den Touristensaal, den Goethesaal und die Bahnhofsgaststätte sowie im Sommer
mehrere Kioske.
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BROCKENBILD DES JAHRES 2011 |
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Fotografiert von: Rene Sosna |
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